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Ertrinkungszahlen:
2008 >> 2009 >>
2010.
Pressemitteilung der
DLRG-Bundesgeschäftsstelle vom 11. März 2010
DLRG Bilanz 2009:
Mindestens 474 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken
Ertrinkungszahlen 2009: Viele Menschen in deutschen Gewässern
ertrunken - mindestens 474 Menschen
(DLRG-BGSt:
Bad Nenndorf) Im
vergangenen Jahr 2009 sind in deutschen Gewässern mindestens 474
Menschen ertrunken. 396 Personen ertranken in Flüssen, Seen und Kanälen,
das sind 84% aller Opfer.
Diese Zahlen gab der Präsident der Deutschen
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Dr. Klaus Wilkens,
heute in Hannover bekannt. „Die meisten Binnengewässer sind
unbewacht, Schwimmer und Badegäste gehen dort ein hohes
Risiko ein, vor allem wenn sie alleine baden gehen“, warnt
der DLRG-Präsident vor Leichtsinn und Selbstüberschätzung.
Seit 2001 ertranken in Deutschland 4.462 Personen, im Durchschnitt
verlieren 496 Menschen pro Jahr im Wasser ihr Leben. „Zählen wir noch
die erfolgreichen Lebensrettungen der DLRG sowie die Fälle von
Beinaheertrinken hinzu, liegt das Risiko bei dem Vier- bis Fünffachen
der jährlichen Ertrinkungsfälle. Das Gefährdungspotential ist als
unverändert hoch einzuschätzen“, kritisiert der DLRG-Präsident die
Sicherheitslage an den meisten Gewässern.
Vor den Küsten von Nord- und Ostsee ertranken 2009 nur 16 Menschen.
Da ist das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen der DLRG.
Der Anteil der Ertrinkungsfälle im Meer ist mit 3,4% sehr niedrig.
„Dieses Ergebnis zeigt, dass die von qualifizierten, ehrenamtlichen
Rettungsschwimmern der DLRG bewachten Strände ein hohes Maß an
Sicherheit bieten“, sieht Dr. Wilkens darin ein Konzept, das auch
Binnengewässer sicherer machen kann. Die DLRG hat in Zusammenarbeit mit
der europäischen Wasserrettungsorganisation ILSE damit begonnen, das
Gefahrenpotential an beliebten Badestellen durch internationale
Instruktoren zu analysieren und bei Umsetzung der
Sicherheitsempfehlungen diese Badestellen mit dem roten Banner „Lifeguarded
Beach/Bewachter Strand“ zu kennzeichnen.
Die DLRG-Statistik belegt: Der Anteil älterer Menschen steigt weiter
an. Im vergangenen Jahr ertranken 254 Männer und Frauen über 50 Jahre,
das sind noch einmal zwölf Personen mehr als im Vorjahr. Allein in der
Altersklasse von 66 bis 70 Jahren verloren 53 Menschen im Wasser ihr
Leben.
Einer der Gründe ist die geringe Schwimmfähigkeit. Lediglich 44% der
über 60-Jährigen gaben in einer repräsentativen Studie an, schwimmen zu
können. In den letzten sieben Jahren stieg die Quote der Menschen über
50 Jahre um mehr als 10 Prozent an.
Nach mehreren Jahren nahm die Zahl der Todesfälle von Vorschulkindern
wieder zu. 24 Jungen und Mädchen bis zum fünften Lebensjahr ertranken
zumeist im heimischen Umfeld oder in Gewässern in Wohnungsnähe.
Ursächlich ist in vielen Fällen die Vernachlässigung der
Aufsichtspflicht. Die meisten Kinder in dieser Altersklasse können noch
nicht schwimmen. Dr. Wilkens: „Wir werden die Entwicklung genau
beobachten und unsere Aufklärungskampagne in Kindergärten, die wir mit
unserem Partner NIVEA entwickelt haben weiter ausbauen. Wir bilden nun
auch Kindergartenpersonal zu Rettungsschwimmern aus und qualifizieren
sie anschließend zu kleinen Schwimmlehrern. So können sie selbst Kindern
das Schwimmen lehren.“
Bayern nimmt in der Bundesländerstatistik mit 96 Ertrunkenen wieder
die Spitzenposition ein. Auf Rang zwei folgt wie im Vorjahr wieder
Niedersachsen mit 63 Opfern, gefolgt von Baden- Württemberg (61) und
Nordrhein-Westfalen (60). Die sichersten Bundesländer sind schon
traditionell Bremen und das Saarland mit jeweils zwei Todesfällen. In
westdeutschen Gewässern starben 383 Männer, Frauen und Kinder, in
Ostdeutschland waren es 91. Damit sank die Zahl der Ertrunkenen in den
neuen Bundesländern im dritten Jahr in Folge auf nunmehr 19,2%.
>>
Von: Martin Janssen
(DLRG BGSt) • Pressesprecher der DLRG, Telefon: 05723-955441
>> Meldung:
http://www.dlrg.de/newsdlrgde/meldung-im-detail/artikel/23677.html
Hinweis der Redaktion zu den Ertrinkungszahlen
2009:
... Laut Statistik zählt
Sachsen-Anhalt zu
den unsichersten Ländern
und kommt auf den 14. Platz mit 19 Ertrunkenen (8,0 Ertrunkenen auf 1.
Mio Einwohner).
Schlechter waren nur die Ostseeküstenländer Schleswig-Holstein mit 26
(9,2 pro Mio.) und Mecklenburg-Vorpommern 31 (18,7 pro Mio.),
wobei nur 16 Personen direkt an der Küste ertrunken sind. Das
Hauptproblem sind die Binnengewässer (Flüsse und Seen).
Im Vergleich zum Vorjahr 2008 hat sich die
Anzahl der ertrunkenen Personen in Sachsen-Anhalt mehr als verdoppelt
(von 2008: 8 auf 2009: 19).
Weitere Informationen zur Ertrinkungsstatistik sowie das Statement des
DLRG-Präsidenten, Dr. Klaus Wilkens finden Sie hier.
Ertrinkungsstatistik 2009
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DLRG Bilanz (in den ersten acht Monaten) 2009:
Mindestens 353 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken
Bad Nenndorf: In den ersten acht Monaten sind in deutschen Gewässern
mindestens 353 Menschen ertrunken, knapp die Hälfte (48,4%) starben in
den Sommermonaten Juni bis August.
Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Ertrunkenen um
fünf oder 1,4% zurück. Die Ertrinkungsrate fügt sich in vergleichbare
Jahre mit schlechten Sommern ein.
Der Sommer 2009 hat sich positiv auf die Ertrinkungszahlen ausgewirkt.
Wenn es einmal Badewetter mit Temperaturen jenseits der 30 Grad gab, so
war es nicht von langer Dauer. Langanhaltende, mehrwöchige
Sonnenperioden wie in den Jahren 2003 und 2006 mit auch deutlich mehr
Ertrunkenen gab es in diesem Jahr nicht. „Auf der Grundlage unserer
Erkenntnisse müssen wir zum Jahresende wieder mit cirka 450 Todesfällen
rechnen“, sieht DLRG Präsident Dr. Klaus Wilkens keine ausreichend
rückläufige Tendenz.
Binnengewässer bleiben Gefahrenquelle Nummer eins
Das Baden in Binnengewässern ist weiterhin sehr risikoreich. 297 Männer
und Frauen ertranken in Bächen und Flüssen (144), Teichen und Seen (123)
und Kanälen (30). 84,1% kamen an den zumeist unbewachten Badestellen
dieser Gewässer ums Leben. An den Küsten von Nord und Ostsee ertranken
acht Personen. Mit einem Anteil von nur 2,3% sind die überwiegend von
Rettern der DLRG bewachten Badestellen am Meer sehr sichere Badegebiete.
„Unser Solidarkonzept eines zentralen Wasserrettungsdienstes Küste, an
dem sich alle DLRG Landesverbände mit mehreren Tausend ehrenamtlichen
Rettungsschwimmern beteiligen, hat einmal mehr seine Leistungsfähigkeit
unter Beweis gestellt“, zieht der DLRG-Präsident eine positive Bilanz.
In Gartenteichen und privaten Swimmingpools ertranken zwölf Menschen, in
der Mehrzahl kleine Kinder, in Schwimmbädern verloren zehn, in
Hafenbecken vier Personen ihr Leben. Zwölf Menschen kamen an anderen
Orten, beispielsweise in einer Regentonne, ums Leben.
Bayern vor Baden-Württemberg
In der Sommerbilanz 2009 rangieren mit Bayern (66 Opfer) und
Baden-Württemberg (50) die beiden südlichen Bundesländer auf den Plätzen
ein und zwei, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (48) und Niedersachen mit
41 Ertrunkenen. Mecklenburg-Vorpommern folgt mit 25 Opfern auf Rang fünf
vor Hessen (22). Sicherstes Bundesland ist bisher Bremen, in dem kein
Mensch ertrank.
185 Opfer waren über 50 Jahre alt
In der Statistik nach Alter zeigt sich, dass ältere Menschen im Wasser
sehr gefährdet sind. 185 Männer und Frauen waren älter als 50 Jahre, das
sind 53,6%.
18 Kinder waren noch im Vorschulalter, als sie im Wasser ums Leben
kamen, im gesamten Jahr 2008 waren es nur 13 Kinder. In der Altersstufe
6 bis 15 Jahre sank die Zahl auf sechs, im Vorjahreszeitraum waren es
noch 22 Jungen und Mädchen.
268 Ertrunkene waren Männer (76%), 85 waren Frauen.
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Von: Martin Janssen
(DLRG BGSt)
>> Pressemitteilung aus dem
Vorjahr 2008. • In den
ersten
acht Monaten 2008
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