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.Interview mit Nils Wald im Magdeburger Stadtteil-Anzeiger vom 24. Januar 2007

Hilfe, Rettungsschwimmer!

(Stadtteil-Anzeiger Magdeburg vom 24.01.2007, Interview und Bilder von Stefan Müller) 

Mit 33 Teilnehmern ist der laufende Rettungsschwimmerlehrgang, der in der Schwimmhalle in der Großen Diesdorfer Straße abgehalten wird, außerordentlich gut besucht. Jeden Freitag von 19 bis 21 Uhr gibt es achtmal in Folge einen Mix aus Theorieunterricht und der Umsetzung in die Praxis. Nur wer über genügend Fitness verfügt, wird die vielen insgesamt, zu schwimmenden Kilometer überstehen und darf sich am Ende Rettungsschwimmer nennen. 

Die meisten Teilnehmer bereiten sich auf den Grad „Rettungsschwimmer Silber" vor, so der Technische Leiter Ausbildung und-somit Lehrgangsleiter Nils Wald von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Silber bedeutet in diesem Falle die erfolgreiche, mit einer praktischen und einer theoretischen Prüfung versehene Teilnahme am achtwöchigen Kurs sowie die Ablegung eines Erste-Hilfe-Kurses. 

Acht Wochen dauert ein Kurs insgesamt; bis auf feste Pausen (wenn beispielsweise die Halle geschlossen ist) werden durchgängig über das Jahr Kurse angeboten. Den nötigen Unterricht in Erster Hilfe gibt es auch in der Großen Diesdorfer Straße. Jugendliche Teilnehmer schlagen so gleich zwei - Fliegen mit einer Klappe, denn sie können den Beleg bei der Führerscheinprüfung vorlegen. An zwei Tagen wird dieser in jeweils acht Stunden abgeleistet.

Gibt es spezielle Voraussetzungen für eine Teilnahme? „Grundsätzlich kann sich jeder beteiligen, es gibt keine körperlichen oder altersbedingten Voraussetzungen – man muss nur physisch dazu in der Lage sein", erklärt Nils Wald. Das bedeutet, dass Rettungsschwimmer zum Beispiel keine Mindestkörpergröße vorweisen, sie aber in der Lage sein müssen, ausdauernd zu schwimmen und gegebenenfalls auch zu tauchen. In den zehn Jahren, die Nils Wald die Lehrgänge betreut, legten jährlich durchschnittlich fünfzig Schwimmer die Qualifikation „Silber" ab. Erstaunlich ist, dass es kaum Abbrecher gibt. Wer sich einmal dazu entschieden hat, Rettungsschwimmer zu werden, hat diesen Gedanken meist schon so weit verarbeitet, dass ein Rückzug nicht mehr vorstellbar wird. Den „Bronze"-Grad legen im Jahr etwas siebzig Schwimmer ab. Für diesen sind die Ableistung des Lehrgangs vorgesehen sowie das Wissen um elementare Grundkenntnisse in Erster Hilfe. Vielfach Sportstudenten leisten diesen Kurs ab, oft sind auch Betreuer von Ferienlagergruppen dabei, die einen solchen Beleg vorweisen müssen. Hat man einmal das Qualitätssiegel „Rettungsschwimmer" erhalten, bedeutet dies nicht, dass man es auf Lebenszeit bleibt. Alle zwei Jahre nämlich muss durch eine Wiederholungsprüfung der Rang bestätigt werden. In der Art des Rettungsschwimmens indes hat sich relativ wenig geändert; die Neuerungen in Sachen Erster Hilfe werden freilich in den Unterricht eingebaut – ob die nun immer nachvollziehbar sind oder nicht. (sm) 

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Weitere Auskünfte durch den Technischen Leiter Ausbildung: 

Nils Wald
  
0173 - 7 09 50 03

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Letzte Änderung: 29.12.2011 | 14:08  

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