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DLRG rät: Kinder im Wasser nie aus den Augen lassen
(DLRG BGSt, 18.10.2006) Die
zehnjährige Lisa taucht im Spaßbad nach Ringen, als sie plötzlich
auf einen sechsjährigen Jungen aufmerksam wird, der leblos im Wasser
treibt. Erschrocken ruft sie ihre Mutter herbei, die sofort Erste
Hilfe leistet. Doch der Junge stirbt noch in derselben Nacht im
Krankenhaus. Der Vater des Jungen hatte sein Kind nur wenige Minuten
aus den Augen verloren, als er mit seinem zweiten Kind - nur ein paar
Meter weit entfernt – ausgelassen spielt.
Kein Einzelfall wie die Ertrinkungsstatistik der Deutschen
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beweist. Allein 2005 starben 37
Kinder in der Altersstufe bis zehn Jahre.
... Kinder können bereits im Vorschulalter (ab ca. fünf Jahren) mit
der Anfängerschwimmausbildung beginnen. Mit Beginn der Schulzeit
sollten Mädchen und Jungen das Jugendschwimmabzeichen Bronze ablegen,
der erste Schritt zu einem sicheren Schwimmer. Frei- und Hallenbäder
gehören insgesamt zu den sichersten Orten, um schwimmen zu lernen.
Dennoch rät die DLRG zu folgenden Verhaltensregeln:
- Bei der Nutzung
von Bädern mit Gruppen sollte unbedingt sicher gestellt sein, dass
die Gruppe geschlossen und gemeinsam das Bad betritt (gegebenenfalls
Regelung für Nachzügler treffen)
- Gemischt
geschlechtliche Gruppen sollten zumindest von je einer männlichen
und weiblichen Aufsichtsperson betreut werden, so dass eine durchgängige
Betreuung vom Eingang über Umkleide und Duschen bis hin zum
Schwimmbecken gewährleistet ist
- Beim ersten
Besuch in einem Bad sollten Kinder mit den Örtlichkeiten vertraut
gemacht, über Gefahrenquellen informiert und über Baderegeln und
Hygiene aufgeklärt werden
- Wasserflächen
unter Sprunganlagen oder im Auslauf von Rutschen sind keine
Aufenthaltsbereiche
- Vor der Nutzung
von Sprunganlagen immer absichern, dass die Wasserfläche darunter
frei ist
- Ansaugöffnungen
für Wasserstrahlanlagen, Strömungskanäle oder ähnliches bergen
aufgrund des Sogs Gefahren. An den Sicherheitsverschlüssen darf
keinesfalls gespielt oder manipuliert werden.
- Beachten Sie
sorgfältig die Sicherheitshinweise und -regeln bei der Nutzung der
beliebten Wasserrutschen
- Bei Tauchübungen
muss jedes Kind einzeln beobachtet und vorher über tauchspezifische
Gefahren, z.B. bei Hyperventilation (Übermäßiges Ein- und Ausatmen
vor dem Tauchen) aufgeklärt werden
- Orientieren Sie
sich bei der Organisation von Gruppenspielen im Wasser am
Leistungsverhalten der Schwächsten
- Nichtschwimmer
gehören ins Nichtschwimmerbecken
- Im Schwimmbad
ist es in aller Regel glatt, die Kinder müssen zum langsamen Gehen
angehalten werden
- Zwingen Sie
Kinder nicht zu Aktivitäten, vor denen sie Angst haben!
- Andere sollten
nicht untergetaucht werden
- Nicht zu dicht
hintereinander ins Becken springen. Andere Kinder auch beim Spielen
nicht ins Wasser stoßen.
Ansprechpartner der DLRG-Bundesgeschäftsstelle: Hilde
Oberlehberg •
Letzte Änderung: 18.10.2006
>> http://www.dlrg.de/Meldung_im_Detail.785.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=9066
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